Darmerkrankungen in der Gastropraxis Rheydt
CED (Chronische Darmerkrankungen)
Zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) zählen Morbus Crohn, eine schubweise verlaufende Entzündung aller Schichten der Darmwand, sowie Colitis ulcerosa, die sich ausschließlich auf den Dickdarm beschränkt. Beide Krankheitsbilder lassen sich nur schwer voneinander unterscheiden. Charakteristisch für beide ist der schubartige Verlauf, d. h. nach einer aktiven Krankheitsphase kann es Monate oder Jahre dauern, in denen keine schweren Krankheitssymptome auftreten. Diese rückfallfreien Intervalle bedeuten leider nicht, dass die Krankheit geheilt ist. Bei Morbus Crohn können sowohl Dünndarm, Dickdarm als auch Bereiche des Magen-Darm-Trakts betroffen sein. Typische Symptome: immer wiederkehrende Leibschmerzen mit Durchfall, Gewichtsabnahme und allgemeine Erschöpfungszustände.
Die Diagnostik und Behandlung der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind ein Schwerpunkt jeder gastroenterologischen Praxis. Grundlage der Behandlung sind für uns die Leitlinien der Fachgesellschaften.
Wir haben auch Erfahrungen mit sog. Biologics, z.B. den TNF-alpha-Blockern wie Infliximab und Adalimumab bei schwer zu behandelnden Krankheitsverläufen.
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Zöliakie
Diese Unverträglichkeit gegen das Eiweiß Gluten, das in der Schale von Weizen, Gerste, Hafer und Roggen enthalten ist, tritt immer häufiger auf. Bei einer Zöliakie wird durch den Verzehr glutenhaltiger Nahrungsmittel die Dünndarmschleimhaut zerstört. Die Darmoberfläche wird glatt und kann die Aufgabe des Nährstofftransportes nur noch eingeschränkt erfüllen. Durch eine glutenfreie Ernährung lässt sich die Funktion der Dünndarmschleimhaut wiederherstellen – die eigentliche Krankheit bleibt jedoch lebenslang bestehen.
Ursache geklärt?
Wie eine Zöliakie entsteht, ist noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist aber, dass eine genetische Veranlagung eine Rolle spielt. Die Gluten-Unverträglichkeit kann sich dann im Zusammenspiel mit äußeren Faktoren entwickeln. Zu den häufigsten Beschwerden einer Zöliakie zählen Rückenschmerzen, Depressionen, Regelblutungsstörungen und eine nicht auf Tabletten ansprechende Eisenmangelanämie. Durchfall tritt häufig erst als Spätsymptom auf. In der Regel sind das Auftreten einer Laktose- und Sorbitintoleranz frühe Warnzeichen.
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