Schwerpunkt-Sprechstunde in der Gastropraxis Rheydt

Neben den diagnostischen Schwerpunkten in der Endoskopie, der Sonographie der Bauchorgane, sowie der Proktologie (Erkennung und Behandlung von Analerkrankungen) bieten wir Ihnen spezielle Sprechstunden für Leberkrankungen (Hepatologie) und chronisch entzündliche Darmerkrankungen (M.Crohn und Colitis ulcerosa) an Außerdem können Sie uns aufsuchen, wenn Sie spezielle Fragen zu folgenden Themen haben: Sodbrennen, Refluxkrankheit, Divertikelkrankheit des Dickdarms, Reizdarm Tumoren, Krebserkrankungen des Magens oder Darms (Onkologie)

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Chronische Darmerkrankungen

Zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) zählen Morbus Crohn, eine schubweise verlaufende Entzündung aller Schichten der Darmwand, sowie Colitis ulcerosa, die sich ausschließlich auf den Dickdarm beschränkt. Beide Krankheitsbilder lassen sich nur schwer voneinander unterscheiden. Charakteristisch für beide ist der schubartige Verlauf, d. h. nach einer aktiven Krankheitsphase kann es Monate oder Jahre dauern, in denen keine schweren Krankheitssymptome auftreten. Diese rückfallfreien Intervalle bedeuten leider nicht, dass die Krankheit geheilt ist. Bei Morbus Crohn können sowohl Dünndarm, Dickdarm als auch Bereiche des Magen-Darm-Trakts betroffen sein. Typische Symptome: immer wiederkehrende Leibschmerzen mit Durchfall, Gewichtsabnahme und allgemeine Erschöpfungszustände.

Die Diagnostik und Behandlung der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind ein Schwerpunkt jeder gastroenterologischen Praxis. Grundlage der Behandlung sind für uns die Leitlinien der Fachgesellschaften.
Wir haben auch Erfahrungen mit sog. Biologics, z.B. den TNF-alpha-Blockern wie Infliximab und Adalimumab bei schwer zu behandelnden Krankheitsverläufen.

Hepatologie

Lebererkrankungen

Bei Ihnen wurden erhöhte Leberwerte festgestellt? Sie suchen einen Leberspezialisten?
Unsere Praxis ist als hepatologische Schwerpunktpraxis nach den Kriterien des Berufsverbands Niedergelassener Gastroenterologen e.V. anerkannt. Das bedeutet, dass wir alle Kriterien zur optimalen Diagnose und Therapie von Lebererkrankungen erfüllen.
Die Diagnostik von Lebererkrankungen setzt sich aus den Komponenten

  • Klinische Untersuchung
  • Laborbefunde
  • Ultraschall (Sonographie) und
  • Leberbiopsie (Gewebeprobe aus der Leber, optional)

zusammen.

Erst wenn die Diagnostik von Lebererkrankungen vollständig ist, kann über die Behandlung entschieden werden.
Bei Hepatitis B ist in fast allen Fällen eine ambulante medikamentöse Behandlung in Tablettenform möglich, die in der Regel gut vertragen wird.
Die Behandlung der Hepatitis C hat sich seit 2014 revolutioniert. Bis Anfang 2014 bestand die Behandlung einer Hepatitis C aus der Gabe von Interferonspritzen in Kombination mit der Einahme von Ribavirin und beim Genotyp 1 zusätzlich Telaprevir oder Boceprevir. Seit 2014 setzen sich immer mehr die interferonfreien Therapien für alle Genotypen durch. Die neuen Medikamente führen viel häufiger zu der angestrebten Heilung mit dauerhaftem Verlust der Hepatitis C-Viren. Sie haben nicht nur erheblich weniger Nebenwirkungen, sondern sie verkürzen auch die Behandlungsdauer.. Da die neuen Medikamente z.T. erheblich teurer sind, ist auf eine genaue Einhaltung der Zulassungskriterien für die neuen Substanzen zu achten.
Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen dazu haben.
Wir betreuen Patienten mit autoimmunen Lebererkrankungen, primär biliärer Zirrhose (PBC), primär-sklerosierender Cholangitis (PSC) sowie Patienten vor und nach einer Lebertransplantation. Die Behandlung erfolgt in der Regel in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt und mit speziellen Zentren.

Aktion Lebergesundheit

Zertifikat
Frau Andrea Pruß hat erfolgreich das Zertifikat "Medizinische Fachkraft für Hepatitis" erworben

Je früher, desto besser
Auch hier gilt: Für den Erfolg einer Therapie

Proktologie

Die Proktologie befasst sich mit den Erkrankungen im Bereich der Afterregion, des Afterkanals und des Enddarms. Eine exakte Beurteilung dieser Region und ihrer Erkrankungen benötigt spezielle röhrenartige Untersuchungs-Instrumente aus Metall, "starre Endoskope". Die speziellen Fragestellungen lassen sich mit den "flexiblen Endoskopen" zur Darmspiegelung nicht beurteilen. Weitere Informationen finden Sie unter den entsprechenden Navigationspunkten.

Diagnostik in der Gastropraxis Rheydt

Die Spiegelung des Analkanals wird mit einem speziellen Instrument, dem Proktoskop, durchgeführt. Es handelt sich um schmale starre Rohre von 6-10 cm Länge, die vorsichtig in den Enddarm eingeführt werden. Diese Untersuchung wird von einigen als etwas unangenehm empfunden, ist aber in der Regel schmerzlos. Durch die Öffnung im Proktoskop kann man den Enddarm genau untersuchen und sehen, ob ein Hämorrhoidalleiden oder eine andere Erkrankung vorliegt.

Infolge einer solchen proktologischen Untersuchung, werden Sie eventuell mit den gutartigen Diagnosen Hämorrhoiden, Analekzem, Analfissur (Afterhauteinriss), Marisken, innerer Schleimhautvorfall (Prolaps), Anal(rand/venen)thrombose, Abszess, Analfistel, Inkontinenz konfrontiert. Viele dieser Veränderungen lassen sich, falls notwendig, durch eine lokale Therapie, eine medikamentöse Verödungsbehandlung und/oder eine Schleimhautabbindung mit abschnürenden Gummiringen (BARRON-Ligatur) einfach und sehr sicher beseitigen.

Hämorrhoiden in der Gastropraxis Rheydt

Hämorrhoiden (neu „Hämorriden“) sind krankhaft vergrößerte Schwellpolster am Übergang vom Mastdarm zum Afterkanal. Sie sind die häufigste Ursache von Juckreiz, Entzündungen, Blutungen im Afterbereich oder Stuhlverschmutzung der Wäsche. In diesem Fall spricht man von einem Hämorrhoidalleiden. Nur selten muss operiert werden. Meist hilft eine mehrmalige Verödung (Sklerosierung) oder das Abbinden mit kleinen Gummiringen (Ligatur nach BARRON). Ihr Enddarmspezialist führt diese Behandlung fast immer schmerzlos durch. Vorübergehend lässt sich das Hämorrhoidalleiden auch mit Cremes oder Analtampons (Zäpfchen mit Mulleinlage) lindern.

Aufklärung und Einverständniserklärung

Analfissur in der Gastropraxis Rheydt

Bei einer Analfissur (Afterriss) treten während und nach der Stuhlentleerung heftige Schmerzen auf, die über Stunden anhalten können. Zu Beginn kann eine solche Fissur mit Analtampons und Cremes ausheilen. Wird der Riss jedoch chronisch, so besteht die Gefahr einer Fistelbildung mit teilweiser Zerstörung des Schließmuskels. Eine chronische Analfissur muss deshalb in der Regel operiert werden.

Analthrombose in der Gastropraxis Rheydt

Analthrombosen, fälschlich "äußere Hämorrhoiden" genannt, sind schmerzhafte Knoten am Afterrand, die durch Blutgerinnsel in den Blutadern des Afterrandes entstehen. Sie können in örtlicher Betäubung entfernt werden. In leichteren Fällen können auch spezielle Zäpfchen und Cremes helfen.

Analinkontinenz in der Gastropraxis Rheydt

Analinkontinenz ist eine Störung des Afterverschlusses, die dazu führt, dass die Stuhlentleerung nicht mehr exakt kontrolliert werden kann oder Darmgase ungewollt entweichen. Erste Anzeichen sind Nässen in der Afterumgebung und verschmutzte Wäsche. Als erfahrene Enddarmspezialisten können wir die komplizierten Ursachen der Verschlussstörung aufklären und lindern. Wichtig ist für uns die Zusammenarbeit mit proktologischen Zentren. Gerade hier verhindern frühzeitige, fachkundige Diagnose und Behandlung Schäden, die sonst die Lebensqualität dauerhaft beeinträchtigen.

Schreiben Sie uns Ihr Anliegen, wir kontaktieren Sie.