Untersuchungen in der Gastropraxis Rheydt

Schwerpunkt der Untersuchungen in unserer Gastropraxis sind die Vorsorgeuntersuchungen rund um mögliche Erkrankungen der Verdauungs- und Stoffwechselorgane.

Neben den Vorsorgeuntersuchungen führen wir die Dickdarmspiegelung (Koloskopie), Magenspiegelung (Gastroskopie), Kapselendoskopie von Dünndarm und Dickdarm sowie die Ultraschalluntersuchungen (Sonographie) durch.

Informieren Sie sich detaillierter in den Unterpunkten zu den einzelnen Untersuchungsmethoden in unserer Gastropraxis. Bei Rückfragen oder Ihrem persönlichen Anliegen stehen wir Ihnen selbstverständlich auch telefonisch oder per Email zur Verfügung.

Ultraschalluntersuchung

Die Untersuchung mit Ultraschall ermöglicht eine bildliche Darstellung von Form, Größe und Struktur der inneren Organe. Sie eignet sich besonders gut zur Beurteilung von flüssigkeitsgefüllten Hohlorganen wie Gallenblase, Harnblase, Blutgefäßen einschließlich des Herzens und Gebärmutter in der Schwangerschaft.

In der gastroenterologischen Praxis werden insbesondere die Leber, die Gallenblase, die Bauchspeicheldrüse, die Milz und die Lymphknoten im Bauchraum untersucht. Mitunter kann man auch Darmwandverdickungen bei Entzündungen oder Tumoren darstellen.

Mit einem speziellen Schallkopf können wir außerdem die Schilddrüse untersuchen.

Gastropraxis Ultraschalluntersuchung

Kapselendoskopie

Seit dem 3. Quartal 2003 bieten wir die Kapselendoskopie zur speziellen Dünndarmdiagnostik an.

Seit Januar 2007 wird die Kapselendoskopie in der neu gegründeten überörtlichen "Berufsausübungsgemeinschaft Gastroenterologie GbR" (Sitz Odenkirchener Str. 43, 41236 Mönchengladbach, Tel. 02166-18992-0) durchgeführt. Ansprechpartner sind alle Mitglieder der Gesellschaft. Weitere Informationen bald unter >> www.kapselendoskopie.info.

Das System

Die Kapselendoskopie ist ein neues Verfahren zur Diagnose von Erkrankungen des Dünndarms. Sie ermöglicht die schmerzlose Darstellung des gesamten Dünndarms mit Hilfe einer kleinen Video-Kapsel, die vom Patienten geschluckt wird. Auf ihrem Weg durch den Dünndarm werden Bilder von der Kapsel an ein Aufnahmegerät gesendet und später ausgewertet. So können etwaige Erkrankungen des Dünndarms frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Seit 2008 steht auch die Kolonkapsel zur Verfügung, sie ist mit zwei Chipkameras ausgerüstet und wurde speziell zur Untersuchung des Dickdarms entwickelt.

Magenspiegelung - Ösophago-Gastro-Duodenoskopie

Es handelt sich hierbei um eine Besichtigung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm mit Hilfe eines etwa bleistiftdicken, weichen Endoskops, welches nach Art eines Magenschlauchs durch den Mund eingeführt wird.
Die Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD) ist die wichtigste und aufschlussreichste Methode zur Abklärung von Beschwerden und Krankheiten des oberen Verdauungstraktes. Sie ist besonders gut geeignet zur Lokalisation von Blutungsquellen und unentbehrlich zur Unterscheidung zwischen Magengeschwüren und Magenkrebs. Während der Magenspiegelung können Proben entnommen werden, um z.B. auf Helicobacter pylori-Bakterien zu untersuchen). Eine große Bedeutung spielt die Spiegelung der Speiseröhre und des Mageneingangs bei Sodbrennen (Gastro-ösophageale Refluxkrankheit).

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Bougierungsbehandlung

Bei der Bougierungsbehandlung werden Einengungen der Speiseröhre aufgedehnt, die z.B. im Verlauf einer Refluxkrankheit auftreten können.

Helicobakter pylori Diagnostik

Helicoacter pylori ist ein im Magen vorkommender Keim, der u.a. eine chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis Typ B) und Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre verursachen kann. In unserer Praxis erfolgt der Nachweis auf verschiedene Weise:

  1. Während der Magenspiegelung (Gastroskopie) wird eine Probe aus der Schleimhaut des Magens entnommen und ein Schnelltest durchgeführt , der nach ca. 2 Stunden abgelesen werden kann.
  2. Die entnommenen Gewebsproben werden zur feingeweblichen Untersuchung (Histologie) eingesandt. Wir erhalten dann 1 Tag später eine exakte Aussage über das Ausmaß der bakteriellen Besiedlung der Magenschleimhaut, den Schweregrad und die Aktivität der Schleimhautentzündung (Gastritis) und können das Risikopotential am besten abschätzen
  3. Zur Kontrolle nach einer Behandlung oder wenn auf Grund von Gerinnungsstörungen keine Gewebsproben entnommen werden können, eignet sich der C13-Atemtest.
  4. In besonders hartnäckigen Fällen werden Gewebsproben zur Anzüchtung der H.pylori-Bakterien (Bakterien-Kultur) entnommen. Man kann dann gezielt austesten, welche Medikamente wirksam sind.

Vorsorgeuntersuchungen

Ein Hauptanliegen eines Gastroenterologen (Magen-Darmspezialisten) ist die Verhinderung von Krebserkrankungen des Magen-Darm-Traktes.

Die 2002 eingeführte Vorsorgekoloskopie gilt für Frauen und Männer ohne ein gesondertes Risiko ab dem vollendeten 55. Lebensjahr und wird an anderer Stelle erläutert.

Gastropraxis Vorsorgeuntersuchungen Ich geh dahin

1000 Mutige Männer Darminspektion

Bei familiärer Krebsbelastung sollte eine ausführliche Beratung über das Risiko, selbst eine Krebserkrankung zu bekommen, durchgeführt werden. Dabei wird über die möglichen Gegenmaßnahmen und Vorsorgemöglichkeiten informiert.. Wir führen aber auch die gesetzliche Vorsorgeuntersuchungen bei Männern ab dem 45. Lebensjahr durch.

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Darmspiegelung

Diese endoskopische Untersuchung (Koloskopie oder Coloskopie) ermöglicht eine sichere Diagnose von Erkrankungen des Dickdarms. Dabei wird der gesamte Dickdarm mit den schon erwähnten biegsamen Geräten (Koloskop genannt) eingesehen. Meist kann auch noch ein kleines Stück des letzten Dünndarmabschnittes, welches als Ileum bezeichnet wird, mit beurteilt werden.

Die gesamte Untersuchung heißt dann Koloileoskopie (auch Ileo-Coloskopie oder Colo-Ileoskopie)

Die Dickdarmspiegelung ist die Standardmethode, die bei ungeklärten Stuhlveränderungen, bei Verdacht auf chronisch entzündliche Darmerkrankungen, zur Abtragung von Polypen oder zur Abklärung Darmkrebs eingesetzt wird. Die Darmspiegelung ist Bestandteil der Darmkrebs-Früherkennung und kann ab dem 56. Lebensjahr alle zehn Jahre als Kassenleistung in Anspruch genommen werden.

Polypenabtragung (Polypektomie)

Der Begriff bedeutet Abtragung und Entfernung von Polypen. Polypen sind pilzförmige Neubildungen oder Verdickungen der Schleimhaut, die einen langen dünnen oder kurzen plumpen Stiel haben oder der Darmwand breitbasig aufsitzen. Mit zunehmender Größe ist auch mit einer zunehmenden Häufigkeit von bösartiger Umwandlung zu rechnen. Die Polypektomie (d.h. das Entfernen des Polypen) beugt also dem Darmkrebs vor.

Narkose bei Magen- und Darmspiegelungen

Zur Narkose bei endoskopischen Untersuchungen gibt es mehrere Verfahren:

  1. Schlafspritze durch den Untersucher mit dem Medikament Midazolam. Hierdurch wird ein dämmerartiger Zustand erreicht. Bei nicht ausreichender Schlaftiefe kann ein stark wirksames Opioid dazugeben werden. In der Regel reichen diese Medikamente vollkommen aus. In sehr seltenen Fällen wird eine vollständige Schmerzfreiheit bei diesem Verfahren nicht erreicht.
  2. Sedierung mit dem Narkotikum Propofol! Durch dieses wird ein Zustand des Tiefschlafs mit vollkommener Schmerzfreiheit erreicht! Atmung und Kreislauf werden bei diesem Verfahren durch unser extra geschultes und ausgebildetes Personal überwacht! Aufgrund der guten Steuerbarkeit dieses Medikamentes ist der Patient nach der Untersuchung schnell wieder fit und kann die Praxis mit einer Begleitperson verlassen.

In unserer Praxis sind beide Verfahren möglich.